BLAUER HIMMEL, BLAUES MEER

Wir segeln, wenn günstige Winde lachen,
nach Süden, um unser Glück zu machen.
Da leuchtet der Himmel, das Meer ist blau,
wenn ich zum blauen Horizont schau,
so blau, so blau, so blau.
Wenn sich unter verderblichen Stürmen
himmelhoch die Wellen auftürmen,
zucken wilde Blitze, das Meer ist grau,
wenn ich zum schwarzen Horizont schau,
so grau, so grau, so grau.
Wenn in der Seeschlacht die Degen klirren,
Verwundete wimmern und Kugeln schwirren,
färbt sich das Wasser, das Meer ist rot,
kündet von Unheil, kündet von Tod,
so rot, so rot, so rot.
Wenn ich dereinst den Teufelslohn krieg’,
mit zerschossener Brust am Meeresgrund lieg’,
seh’ ich keinen Himmel, das Meer ist grün,
mein Leben und meine Träume sind hin,
so grün, so grün, so grün.

DU MUSST WIEDER RAUS AUFS MEER

Ich hab in meinem Bauch
ein Souvenir von dir.
Ich schenke dir mein Kreuzchen
und folge dir zur Pier.
Angst hab ich nicht um dich,
ich heule trotzdem laut.
Ich bin mit Haut und Haaren
eine Piratenbraut.
Du gehst die Gangway rauf,
den Säbel an der Seiten,
auf den ich ganz schön neidisch bin,
denn der darf dich begleiten.
Ich zünd ’ne Kerze an,
wenn ich dich wiederseh’,
am End’ verschlingt dich doch
die ungeheure See.

OZEANHALUNKEN

Rum aus der Flasche, Scotch aus dem Fass,
das ist egal, Hauptsache: nass!
Hauptsache, stark wie Pulverdampf.
Das gibt uns Mumm in unserem Kampf!
Säbel an der Seite, Messer in der Hand,
wir brechen jeden Widerstand.
Mal sind wir nüchtern, mal wie von Sinnen,
Hauptsache ist doch: wir gewinnen.
Blut an den Fingern, Blut am Gebiss,
wir ham’ vor nix und niemand Schiss!
Hauptsache: unser Blut ist rot,
solange das Blut fließt, sind wir nicht tot.
Wir sind die Ozean-Halunken
kämpfen nüchtern und betrunken
auf Fregatten und auf Dschunken.